Zauberfrau Birgit Aubert

Birgit Aubert

>> Biologin & Wildnispädagogin, CircleWay Expertin  <<
Interview mit Zauberfrau Birgit Aubert (2015 & 2016)

Aus welchem Umfeld ich komme?

Ich würde sagen, Mittelklasse, relativ brave angepasste Mittelklasse. Habe studiert, Abi gemacht. Bio studiert. Wusste eigentlich schon vorher das ich damit Naturpädagogik machen wollte, obwohl alle sagten du lernst Taxi fahren. Und ja das bin ich jetzt auch Naturpädagogin.

Jetzt bin ich Vollzeitmutter für drei Jahre und dann werde ich weiter machen. Eigentlich habe nie aufgehört das zu machen, eher intuitiv oder ehe mir Langweilig wird.

Meine Leidenschaft?

Ich liebe es auch sehr Musik zu machen, das habe ich bewusst nicht zu Beruf gemacht, ich wollte nicht so abstumpfen. Bei Naturpädagogik stumpfe ich nicht so ab, weil, die Kinder sind da. Und die Kinder halten einen ja jung. Die fordern einen ja. Wenn ich mit Kindern im Wald bin, da kann ich nicht einfach sagen, das ist jetzt das 100ste mal. Jedes Mal ist anders, und jedes Kind ist anders. Um die zu kriegen braucht es jedes Mal etwas anderes und das Gespür.

Das ist eine tolle Herausforderung. Ich liebe es das heraus zu kitzeln bei Kindern, die kein Naturkontakt mehr haben. Die haben ja eine natürliche Neugier. Ich brauch den nichts vermitteln, aber viel wieder aufmachen. Das ist ein toller Job. Gut, ich mach auch den ganzen Orga-Kram, aber das gehört dazu.

Die früheren Camps und das jetzige unterscheiden sich insofern, dass ich jetzt in einer ganz anderen Lebensphase bin. Das waren 8 oder 9 Jahre dazwischen und ich war Single und jung und beim mich selber entdecken. Da hat damals vor allem die Frauenarbeit eine Rolle gespielt, da war ganz viel Positives dran, von wegen Frau zu sein und so.

Vor allem die Frauenarbeit, die diese Besonderheit hier auch hat aus der Zusammenarbeit von Manitonquat und Ellika, die beide Elemente, das Indianische und das Weibliche, zusammen zu bringen.

Also für mich war besonders kostbar, an der Verbindung von Story und Ellika, das in der Frauenarbeit, die sie machen, die indianischen Traditionselemente und Ellikas liebevolle, achtsam-zarte tolle Weiblichkeit irgendwie zusammenkommen.

Und da habe ich mit den Jahren in so einer Kombination aus Mondzelt, Schwitzhütte und Frauenkreisen eine ganz verblüffend andere Wertung vom Frausein bekommen. Also das war vorher leider total negativ. Echt.

Da habe ich erstmal begriffen, da gibt es ja total positive Seiten dran, auch mit allem was da so dazu gehört. Menstruation oder Körperliches. Das ist ja nicht nur die „blöde Rolle“, sondern das ist auch eine Rolle von Weisheit und Intuition und einer besonderen Kraft. Und was für ein Geschenk das ist. So diese Gaben zu haben, mit den Kindern sein zu können und diese Fähigkeiten zu haben.

Mein Frau Sein hat sich auf dem Camp durch verschiedene Sachen verändert. Eines ist das ich in den Workshops ganz viel verstanden habe, was uns Frauen so im Alltag passiert. Warum ich mich oft alleine fühle, warum Kontakt zu Männern so schwierig ist, andererseits auch warum ich Männer so schlecht verstehe. Warum die so anders sind, was die geprägt hat. Was ich als Frau brauch auch, um das gut zu finden das ich ne Frau bin, oder im Leben da Kraft zu haben.

Also für den Unterschied zwischen Männern und Frauen ist mir vorallem wirklich ein Licht aufgegangen, als wir mal in einem Workshop über Männer mal erfahren haben, von Männern selbst, wie sehr sie isoliert werden in ihrem Leben. Die lernen von Anfang an das Männer hart sind oder tapfer, im Sinne von nichts zeigen und stark.

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