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Barbara Strauch

>> Mediatorin & Trainerin, Expertin für 

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Interview mit Zauberfrau Barbara Strauch (2015)

Ich bin Gabriele Seils und Trainerin für GFK.
Also im Prinzip ich stelle mich immer vor als Lehrerin, also als Lehrende und Lernende. Der Lernende Weg ist noch lange nicht fertig würde ich sagen.

Wie ich da hingekommen bin…

Also kurzgefasst, ich habe irgendwann mal Rosenberg interviewt und das hat mich sehr interessiert das Thema. Er hat mich einfach sehr berührt. Die Begegnung mit ihm hat was verändert. Im Nachhinein würde ich sagen es hat eine Tür geöffnet.

Der erste Schritt auf einem Weg, den ich als spirituellen Weg bezeichnen würde. Er hat mich einfach total berührt. Ich weiß bis heute, dass an dem Tag wo ich ihn interviewt hab, und ich hatte an einen Workshop hier in Berlin teilgenommen den er gegeben hat – schon vor über 14 Jahre- und seine Präsenz, sein Humor und vor allem seine Liebe hat mich total berührt.

Die Methode die er vermittelt hat, hat mich überzeugt. Auf jeden Fall auch intellektuell überzeugt, oder theoretisch überzeugt. Aber berührt hat mich seine Liebe. Die habe ich gesehen in seinen Augen. Dann habe ich ihn interviewt mehrere Male und habe dieses Buch mit ihm gemacht, was eine wunderbare Lernzeit für mich war. Eine Chance ihn wirklich alles zu fragen. Und so war das dann relativ bald klar, das ich das selber nicht nur theoretisch verstehen will, sondern auch wirklich verinnerlichen will und weitergehen will.

Frage: Wer ist und war MB Rosenberg?

Ein wunderbarer Mensch mit einer tiefen Liebe zur Welt und einer tiefen Sehnsucht was zu tragen und was zu verändern. Einer unheimlichen Kreativität. Er hat diese vier Schritte, also diese Methode über viele Jahre entwickelt und ich meine, so wie ich ihn erlebt habe, ein Mensch der immer wieder weitergegangen ist und immer wieder Erfahrungen gesammelt hat und immer tiefer diese Überzeugung erlebt hat, das Menschen in der tiefe Liebensfähige Wesen sind.

Alle.

Und er hat ja mit den unterschiedlichsten Gruppen gearbeitet. Mit Gangs, mit kriminellen Jugendlichen, mit Menschen in Bürgerkriegsgebieten, mit Menschen in großen Organisationen. Also mit allen eigentlich. Mit der ganzen Bandbreite. Und hat gefunden das alle in der Tiefe gleich Ticken. Das die Konfliktmuster gleich sind. So ist diese Methode entstanden. Was war er für ein Mensch?

Dier Gewaltfreie Kommunikation.

Also, dieser Titel der gar nicht so Glücklich ist und mit dem er auch selber nicht glücklich war. Eigentlich ist es eine Methode, wirklich vier Schritte um Situationen, besonders Konfliktsituationen zu sortieren und zu verstehen und zu klären. Erstmal für sich selbst und dann auch im Gespräch.

Letztendlich ist das natürlich eine Haltung, ja von dieser tiefen Liebe. Ich würde sagen, und nicht nur ich, auch MRosenberg hat das gesagt, von einer Anbindung an eine spirituelle Dimension getragene Haltung. Aber es ist etwas was für mich sehr weit geht, nämlich die Anbindung an mein Herz oder an die Liebe oder das Göttliche. Und gleichzeitig etwas ganz praktisches.

Also es ist wirklich etwas. Es macht so einen Bogen. Ich binde mich wirklich an das an, was jeder Mensch wirklich in sich trägt als Potential und versuche das ganz praktisch anzuwenden wenn ich mich mit meinem Freund streite oder mit meiner Freundin oder mit meinem Chef. So.

Oder wenn ich was bewegen will in der Welt. Dafür ist es unheimlich gut geeignet. Weil Menschen das verstehen. Ja sie verstehen die Methode und sie verstehen auch dieses, das es da etwas in mir gibt. Was Liebend ist, was sich nach Frieden, nach Verständigung sehnt.

Die vier Schritte der GFK sind 1. Beobachtung, 2. Gefühl, 3. Bedürfnis die Bitte. Ja hinter jedem einzelnem Schritt steckt ganz viel. Angefangen mit der Beobachtung, da geht es darum zu gucken, was ist die Realität. Was passiert im Außen, was sind die Fakten. Und das ist natürlich gar nicht so einfach, weil Menschen die Welt, die Realität unterschiedlich wahrnehmen.

Wir bemühen uns zu gucken was habe ich eigentlich wahrgenommen. Erstmal zu realisieren, ok. So gut wie immer gucke ich durch eine Brille, eine Erfahrungsbrille oder Vorstellungsbrille, jeder durch eine andere oder viele verschiedene. Jetzt guck ich mal was kann ich eigentlich wirklich sehen. ich mache mir die Mühe zu erkennen, das ich meistens alles Mögliche reininterpretiere in die Realität und auch in das Verhalten andere Menschen vorallem.

Das ist der erste Schritt. So sehe ich das, mir die Mühe zu machen zu gucken, was , worum geht es eigentlich. Was denke ich über die Situation, was fühle ich alles, auch aus meiner manchmal dramatischen Bewegtheit. Erstmal innezuhalten und zu gucken, ok was ist da eigentlich passiert.

Und meistens erlebe ich so, ja weiß ich gar nicht so genau. Dann stelle ich erstmal scharf, dann sehe ich den anderen auch vielleicht erstmal wirklich. Erkenne, ja der hat irgendwas gesagt oder die hat irgendwas gemacht. Und was war das eigentlich. Worauf bin ich da eigentlich angesprungen.

Das ist der erste Schritt um erstmal wirklich innezuhalten und mir das einzugestehen und anzuerkennen, dass ich gar nicht so einen klaren Blick hatte auf die Situation. Davon würde ich eigentlich fast immer ausgehen wenn ich mich so aufrege.

Ok das ist der erste Schritt, das auch zu trennen von meinen Bewertungen, von meinen Urteilen. Das ist ja auch das Herz der GFK, zu sehen hey wie viele Urteile habe ich eigentlich. es ist nicht nur das Herz der GFK, das ist das Herz jeder spirituellen Schule auf dem Planeten. Zu sehen, ah was habe ich für Urteile über mich und meinen nächsten. Was für Bewertungen und Schuldzuweisungen.

Ok, und dann kommt schon der nächste Schritt. Zu gucken mit den Gefühlen, wie fühle ich mich. Also dieser Schritt von Beobachtung zu Gefühl, da ist viel spannendes und aufregendes zu entdecken, weil die Gefühle die ich hab, sind sehr genährt von meinen Bewertungen. Um die GFK wirklich zu verstehen und zu erfahren was es damit auf sich hat, habe ich sehr viel Zeit gebraucht. Also intellektuell habe ich es schnell verstanden.

Das tuen die meisten, das ist super. Und man kann die auch direkt anwenden die Schritte und das hilft auch. Um sie wirklich zu verinnerlichen brauch es wirklich Zeit. Man brauch viel Zeit um zu erkennen was sind meine Bewertungen und wie stark sind meine Gefühle davon genährt und was sind in der Tiefe meine wirklichen Gefühle. Das wissen wir gar nicht. Das fühlen wir oft auch gar nicht.

Wir fühlen oft alles Mögliche, aber das sind gar keine Gefühle, Pseudo-Gefühle oder Emotionen. Letztendlich, das wirkliche Kontakt kommen mit seinen Gefühlen das ist auch bis heute eine Suche für mich. Das ist ein berührt sein, ein Mitfühlen mit mir und den anderen. Ich würde sogar sagen das Wut und Angst und Schmerz, die schon sehr nah sind an Gefühl, das es auch da noch tiefer geht ins wirkliche Fühlen.

Und das ist alles zu entdecken auf dem Weg von Beobachtungen zu Gefühlen. Also erstmal das ganze sortieren. Diesen ganzen dunklen Nebel erstmal setzen zu lassen. Ich komm mir dann immer näher bei diesem zweiten Schritt.

Es geht auch darum das anzuerkennen, da ist ganz schön was los. Bisschen zur Ruhe zu kommen und auch zu Liebe zu kommen. Hey, was macht mich eigentlich aus in der Situation? Ich denke was eine ganz spannende Verbindung ist die MBR gemacht hat, ist dieses zwischen Gefühl und Bedürfnis.

Ich meine das da ein Gefühl ist und die anzuerkennen ist schon mal ganz super, ein ganz großer Schritt. Mich nicht dafür zu verurteilen und andere auch nicht zu verurteilen. Was auch immer da ist, selbst wenn es großer Ärger ist, oder Drama. Ja, was ich noch nicht sagen würde, Gefühle sind. Sondern eine Mischung aus Gedanken und OHHH und Emotionen. Auch das alles ist menschlich, das erstmal anzuerkennen und dem Zeit zu geben. Dem einen empathischen Raum zu öffnen.

Empathie ist ja ein ganz großer Begriff, oder ich würde auch sagen einfach mehr dem mein Herz zu öffnen. Und ich würde sagen dann die Verbindung zu schaffen Schritt 2 und 3,

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