Zauberfrau Aniko Bartfai

Interview mit der Vorsitzenden des Muggefug e.V., Aniko Bartfai. Heute sind wir zu Gast bei der wöchentlichen Volksküche des Muggefug e.V.

Immer dienstags gibt es hier fleischlos-gesundes Essen nebst selbst gemachter Live-Musik. Wir haben hier eine ganz besondere Verabredung mit der vorsitzenden des Vereins, Aniko.

Der Muggefug e.V. exisitert bereits seit über 15 Jahren. Er ist ein kultureller und gemeinnütziger Studentenverein in cottbus. Die aktive Kerngruppe sind etwa 30 Mitglieder, je nach persönlicher Zeiteinteilung, denn es handelt sich hier, wie bereits gesagt, um einen studentischen Verein. Das bedeutet das die gesamte Arbeit, wie der Barbetrieb, das Organisieren von Veranstaltungen und Vereinsversammlungen bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit ehrenamtlich organisiert werden muss.

<- Das ist Aniko.

Besonders stolz ist Aniko auf ihre ungarischen Wurzeln. Ihr Vater ist gebürtiger Ungar. Der Großteil seiner Verwandschaft, wie seine Mutter und sein Vater, Brüder und Schwestern und deren Kinder leben in Ungarn.

Was Aniko schmerzlich vermisst ist die ungarische Sprache. Als Aniko ein Kleinkind war und Sprechen lernte befand sich der Vater, wie auch heute noch sehr oft, auf Montage. Dem zur Folge hat Aniko, zu ihrem Bedauern, wenig sprachlichen Umgang in ungarisch gehabt.

Aniko ist besonders stolz auf einen Bruder ihres Vaters. Dieser und sein Sohn sind Opernsänger.Ihre Tante ist Krankenschwester und spricht kaum deutsch.

Hauptverständigungssprache auf sämtlichen Familienfeiern ist Englisch.

So sind Familienzusammenkünfte immer ein kultureller Austausch und die Gelegenheit von einander zu lernen.

Aniko ist 23 Jahre alt und studiert Kultur- und Technik an der Brandenburgischen Technischen Universität cottbus.Sie im sechsten Semester ihres Bachelorstudiums. Manchmal bereut sie es ein wenig, dass die Vereinsarbeit so viel Zeit kostet. „Eigentlich könnte sie ja schon lange fertig sein…“

Dann fallen ihr ganz schnell wieder die Dinge ein, die sie an der Arbeit im Verein so liebt, wie den Umgang mit den Mensch, das Organisieren – manchmal sogar das Saubermachen vor allem die Erfahrung in zwischenmenschlichem Umgang und Projektmanagement möchte sie niemals missen.

Seit fünf Jahren ist Aniko Vereinsmitglied. Zwei Jahre dieser Zeit ist sie nun im Vorstand als Vereinsvorsitzende, tätig. Zu ihren Aufgaben gehören, unter anderem, das Einberufen und Planen von Vereins- und vorstandsversammlungen, Verfassen von Rechenschaftsberichten sowie die Planung der Öffentlichkeitsarbeit und den damit verbundenen repräsentativen Verpflichtungen an der Universität, wie beispielsweise, gegenüber dem Studierendenrat, dem Parlament der Studierenden und den einzelnen Fakultäten. Natürlich beruht der Erfolg der Vereinsarbeit immer auf dem „Teamwork“. Auch auf Kompromissbereitschaft, Kommunikations- und Einfühlungsvermögen kommt es an.

Wenn Aniko nicht gerade mit dem Verein oder ihrem Studium beschäftigt ist geht sie Arbeiten. Schließlich muss sie als Studentin von irgendwas leben. Da die Arbeit im Verein ehrenamtlich ist, ist mit der Vereinsarbeit diesem Ziel nicht entgegenzukommen…

Das besondere am Muggefug ist, ihrer Meinung nach, ist die Variabilität und Flexibilität des Vereins und seiner Einrichtung. Es sieht immer anders aus…

Anikos letzte nun mehr dritte Amtsperiode als Vereinsvorsitzende endet im September 2011. Sie beginnt ab Oktober ein Praktikum bei einem örtlichen Radiosender.

Der Verein hat bis dahin viele weitere Herausforderungen zu meistern. Vielleicht steht sogar ein erneuter Umzug an.

Danke Aniko für das Gespräch, so, wir werden jetzt noch ein bisschen Kultur genießen. Mehr Infos zum Mitmachen, Kultur genießen und Spenden findet ihr unter: www.muggefug.de

Sie sind auch eine Zauberfrau? Sie kennen weitere Zauberfrauen? Dann besuchen Sie uns!

 

 

Zauberfrau Mareike Linzer

Verehrte ZuseherInnen schön, dass Ihr erneut zu einer weiteren Folge „Female Businesses“ auf Zauberfrau.tv eingeschalten habt. Heute war ich für Euch sportlich unterwegs und habe Zauberfrau  Mareike Lehmann getroffen. Sie ist 26 Jahre jung, Mutter von zwei Kindern und selbstständige Unterhaltungskünstlerin als auch einzige Poledancetrainerin der Lausitz.

„Zur Stange“ kam sie, wie sie sagt mit 18 Jahren. Eingangs probierte sie sich als Go-Go-Tänzerin in lokalen Tanzlokalen.

Zur Hintergrundinformation. Go-Go und Poledance sind keine „unanständigen Dinge“, sondern Höchstleistungssport. Diese Frauen und Männer genießen im Gegensatz zu Leichtathleten den Vorteil die anziehende Ausstrahlung ihrer Muskeln und Körper bewusst in den Vordergrund stellen zu dürfen! Wobei konsequent gilt: Anfassen ist nicht!

Der Stangentanz stammt ursprünglich aus den eher fragwürdigen Milieus amerikanischer und australischer Metropolen. Eingangs tanzten die Frauen auf sehr hochhakigen Schuhen, obenherum frei, wie uns Mareike gleich zu Beginn, erklärt. „Um nicht umzufallen und sich besser bewegen zu können haben sie dann irgendwann eine Stange zur Hilfe genommen. Von hier an wurde es auch zum Leistungssport mit regelmäßigen Wettkämpfen und Meisterschaften, weiterentwickelt.

Mareike ist ein wirklicher Sonnenschein. Strahlend und stolz berichtet sie uns von ihrem persönlichen Werdegang, hin zur selbstständigen Unternehmerin. Zu ihr kommen Frauen jeglichen Alters. Manche haben melden sich selbst an andere bekommen den Kurs geschenkt. Durchschnittlich vierzig Prozent ihrer Kundinnen buchen den Stangentanzkurs mehrfach. Jede zehnte Teilnehmerin schafft sich sogar selbst eine Übungsstange für zu Hause an.

Besonders stolz ist Mareike darauf, dass sie es trotz eines verhältnismäßig späten Einstiegs in die Tanzausbildung und eines früheren Hüftleidens zu einem eigenen gut-gehenden Tanzstudio gebracht hat. Nicht nur das, ihr Studio befindet sich in ihrem Eigenheim mit Hund und Hof in sehr zentraler Lage in Cottbus.

Mareike begann mit 12 Jahren ihre Tanzausbildung parallel zur Schule im städtischen Kinder- und Jugendensembles. Sie quälte sich mühsam in den Spagat, lernte Bewegungsabläufe und Choreografien. Nach ihrem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Veranstaltungsmanagerin (Kauffrau) während sie den Traumberuf vom Tanzen konsequent weiter verfolgte. Besonders willensstark sei sie, sagt sie von sich.

In der Tat hat alles in ihrem Leben sehr zielstrebig und konsequent durchgezogen. Auf die Frage was ihre Eltern zur Wahl ihres Traumberufes meinten, antworten sie mit einem bekräftigenden Lächeln. „Meine Eltern haben immer hinter mir gestanden. Sie vertrauen mir. Sie wissen was ich kann und dass ich Verstand und moralische Grenzen habe. Mein Papa war sogar schon bei Veranstaltungen dabei. Er hat mich begleitet, denn allein fahre ich nicht zu  Veranstaltungen. Meine Eltern wissen, dass ich nichts „Unanständiges“ mache sie sehen es sogar mittlerweile auch als Kunstform an.“

Das Wilde und Selbstbestimmte habe sie von ihrem Vater. Die Einsichtigkeit und die Lernbereitschaft von der Mama.

Ihr größter Traum ist es einmal die Deutschen Meisterschaften zu gewinnen. Dafür trainiert sie täglich mindestens fünf Stunden. Das sei auch, wie sie sagt, die beste Medizin gegen Stress oder schlechte Laune.

Ihr Lieblingsfilm ist der alte DDR-Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Mareike ist ein Familien- und Nachtmensch. Beides ist nur mit der Hilfe eines sehr liebevollen und verständigen Partners, zu meistern. Mit einem erneuten Lachen gesteht Mareike, dass sie ihren Freund gern heiraten möchte und sich noch mehr Kinder wünscht. Dazu ist ihr primäres Ziel, ihr Unternehmen in den nächsten Jahren auf eine sichere Basis zu stellen.

Ihre größte Freude sind ihre Kinder. Ihre Freude liegt darin, die täglichen Kleinigkeiten zu erleben, wie ihre Kinder aufwachsen, was sie wahrnehmen, wie erleben und wiedergeben.

Mareikes drei Erfolgsgeheimnisse sind:

Entscheidungsfreudigkeit (Zielstrebigkeit, Willen, Durchsetzungsvermögen)

Liebe zum Beruf und zur Bewegung (Berufung)

Die Fähigkeit lange Durststrecken und körperlichen Schmerz aushalten und überwinden zu können.

„Schmerz ist das Gefühl, wenn die Schwäche den Körper verlässt“

Zauberfrau GAB

Verehrte ZuseherInnen schön, dass Ihr erneut zu einer weiteren Folge von „Female Businesses“ auf Zauberfrau.tv eingeschalten habt. Heute war ich für Euch künstlerisch unterwegs und habe Zauberfrau Gabriel deVue bei ihrer ersten Ausstellungseröffnung getroffen.

Sie ist 27 Jahre jung und hat bereits in diversen Fachzeitschriften („200g Hack“, „Schwarzer Turm“) veröffentlicht. Zurzeit beschäftigt sie sich, neben der künstlerischen Tätigkeit, mit dem Verfassen ihrer Diplomarbeit.

Bereits im Kleinkindalter erwachte ihr Interesse für das Zeichnen und Malen.

Vor etwa acht Jahren entschloss sie sich ihre Berufung zum Beruf zu machen.

Gab ist ein Nachtmensch. Sie sagt, sie liebt lange Nächte sowie deren Ruhe. Sie nutzt diese Nächte um entspannt zu arbeiten. Ihre Inspiration holt sich Gab aus der Verarbeitung negativer Emotionen, insbesondere dem Gefühl von Sehnsucht.

„Gegenstand ihrer Arbeiten sind Psychosen und fantastische Horrorwelten. Die in gegenständlichen Illustrationen aufgeschlüsselten Themen werden in Labyrinthen aus Details wieder verschlüsselt…“

Sie meint dazu: „Negative Gefühle haben etwas Faszinierendes. Das schönste Gefühl ist Sehnsuchtsempfinden und daraus etwas Produktives  zu machen“.  Ihr selbst hilft die Arbeit sehr, sich an schlechten Tagen zu motivieren, beziehungsweise, schlechte Gefühle zu überwinden.

Ihre Lieblingsmusiker sind… Amanda Palmer und die Dresden Dolls

Gab ist von Künstlern und Autoren begeistert, denen es in ihren Arbeiten gelingt eigene Welten zu erschaffen. Genau das findet sie an ihrem Lieblingsbuch, „Die Stadt der träumenden Bücher“ von Walter Moers, so faszinierend.

Zu ihren Vorbildern gehören große Namen, wie Jhonen Vasquez, Hieronymus Bosch oder HR Giger.  Frauen in der Kunst hätten es schwer gehabt, meint Gab. Sie selbst ist beeindruckt von der Lebensgeschichte der Artemisia Gentileschi. Sie war eine bedeutende Malerin des Barock, die auch heutzutage noch, trotz ihrer beeindruckenden Schaffenskraft, kaum bekannt ist.

Weltschmerz

Im Laufe der Jahre hatte ich mir eine eigene Position zum Thema „Gott“ und „Glauben“ angeeignet. Irgendwann um die Jahrtausendwende im Alter von 16 Jahren verwandelte sich mein Bild eines grauhaarigen liebevollen Gottvaters und wurde zum primären Bewusstsein eines bestimmten Gefühls von Dankbarkeit.

Neben vielerlei schräger Erfahrungen steigerte sich meine „Empfindsamkeit“ bis zum Jahr 2004 stetig.

Zu der vermuteten Einbildung die Gedanken anderer Menschen hören zu können gesellten sich die Vorstellung der bewussten Nutzbarkeit des kollektiven Gedächtnisses sowie die Erfahrung bei Hautkontakt auch unfreiwillig Informationen zum jeweils Berührten zu erhalten.

Der Film Matrix hatte dazu bereits 1999 passende Theorien geliefert und ließ mein Herz und sicherlich auch das vieler anderer höher schlagen. Weshalb sonst hatte dieser Film einen solchen Erfolg gehabt? Neben allerlei Computertechnik und Action bot dieser Film eine Art post-apokalyptische Gesellschaftssaga.

Ähnlich wie „Fight Club“ bewegte der Film eine ganze Generation.

Mit einem Mal wurden die Themen „gesellschaftlicher Wandel“ und vor allem „menschliche Entwicklungsfähigkeit“ wieder aktuell.
Mitte der Zweitausender war Alternativität massentauglich geworden. Die letzte Stufe der Amerikanisierung hatte auch in den östlichsten Winkeln Deutschlands Fuss gefasst. Zu diesem Zeitpunkt saß ich in meiner ersten eigenen Wohnung und kostete zum erstem Mal Weltschmerz.

In der zunehmenden Flut von Informationen und Möglichkeiten wurde mir bewusst, dass die Welt stirbt, wir Menschen sterben weil wir uns gegenseitig ausrotten und unsere Lebensgrundlage zerstören. Trotz der Erfahrung des zweiten Weltkrieges gab es noch immer Kriege, Diktaturen, Gewalt und Zerstörung. Es war als würde ich das Sterben der Welt fühlen, als würde ich das Ende der Welt sehen und wäre nicht in der Lage etwas dagegen zu tun.

Es war wieder einer dieser Tage gewesen an denen ich scheinbar grundlos zu Weinen begann. Mit den Jahren hatte ich mir die Strategie angeeignet, mittels diverser Fragen an die Ursache der Verstimmung zu gelangen.
Zu erst begann ich mit der Suche nach „Resonanzbildern“. Ich fragte mich selbst, welche Bilder dem Gefühl entsprächen, dass ich gerade hatte. Meine Phantasie antwortete umgehend und zeigte mir immer schneller werdende Bilder aus meiner Erinnerung. Ob das Sterben der Natur betreffend oder wie ich mich gegenüber anderen Menschen verhalten hatte.

Alles war Teil des Weges, der zur Auflösung der Menschheit führen würde. Wozu also weiter leben? Wofür?

Erst zu diesem Zeitpunkt begegnete mir der Film Stigmata.

Kernaussage des Films lautet: Gott ist in dir, nicht in Hütten aus Holz oder Stein. Hebe einen Stein auf und du wirst mich finden, brich ein Stück Holz und ich werde da sein.
Seit langer Zeit bedeutete diese Aussage für mich einen entscheidenden Lichtblick. War oder ist Gott, oder wie auch immer es sich nannte tatsächlich in mir?-)

Netzwerkplattform für Ihre Talent- und Persönlichkeitsentfaltung