Zauberfrau Sonia

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Sonia Willaredt

>> Trainerin & Expertin für Possibility Management  <<
Interview mit Zauberfrau Sonia Willaredt (2016)

Mein Hintergrund ist, dass ich früh Mutter geworden bin, mit 20. Was vielleicht außergewöhnlich ist, ist das es kein Unfall war, sondern ich wollte mit 18 Mutter werden.

Ich war in einer Wohngemeinschaft und da war eine Frau mit einem ganz kleinen Baby und die hatte irgendwie in der Küche was zu tun und sagte: „Halt mal kurz.“ Und dann war ich da mit diesem kleinen Baby und ab da war es um mich geschehen. Und es war klar, der nächste Freund den ich haben werde, der muss Vater werden wollen. Also es war eine sehr klare Ausrichtung mit 20. Ich bin gerade – ich bin im November 20 geworden und am 01. Dezember ist meine Tochter geboren. Also das hat tatsächlich funktioniert.

Und von dem her, war das schon immer das, was mich am meisten bewegt hat, also Beziehung. Und Beziehung zum Partner oder zu Kindern. Und wie funktioniert das ganze miteinander? Und dann hatte ich zwischendurch auch zwei Kinder, bin inzwischen auch schon Großmutter, also zwei Enkel. Zwei Kinder hat mein Mann noch mitgebracht. Also es ging einfach sehr viel in meinem Leben um Beziehung.

Ja, was kreiere ich? Und da kann es sein, also

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also ich habe da dieses Beispiel, was ich sooft hatte. Sonntags, Familie und ich decke diesen Tisch und denke, jetzt machen wir ein richtig schönes Familienfrühstück und der Tisch sieht toll aus und alle sitzen drumherum. Und ich denke, jetzt haben wir so dieses harmonische Sonntags-Familienfrühstück und fast immer ist es zum Streit gekommen.

Fast immer hat irgendjemand eine Bemerkung gemacht, irgendjemand ist dran gegangen an diesen Haken, diese verbalen. Und ruckzuck hat ein Wort das andere gegeben und irgendwie war das ganze schöne Frühstück dahin.

Das hat nicht funktioniert und ich war dann oft ganz unglücklich und hab mir gedacht, aber ich habe doch eine so gute Absicht gehabt. Also ich wollte es doch guthaben. Ich wollte doch, dass alles schön ist. Und es hat nicht funktioniert. Also, dass allein, das ich das anders will reicht anscheinend nicht. Und es hat auch nicht gereicht, dass ich gesagt habe, „Ich werde jetzt Mutter, ich macht jetzt manche Sachen einfach anders.

Das allein hat nicht funktioniert, weil ich habe mich dabei ertappt, dass ich manche Sätze wirklich wortwörtlich im Originalton gesagt habe wie meine Mutter. Also genau die Sätze, die ich garantiert niemals sagen wollte, kamen im Originalton raus.

Und das hat mich mit der Zeit einfach nachdenklich gemacht. Ich habe gemerkt, ich muss was anderes machen. Ich muss was anderes ausprobieren. Also nur von „hier oben“ funktioniert es nicht. Ich muss wirklich mein Sein verändern. Also mich komplett umdrehen. Und aus dem heraus, ist etwas anderes möglich.

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Das es wirklich darum geht, was zu fühlen, was ich verursache, wenn ich etwas in einer bestimmten Art sage, macht das was beim anderen. Wenn ich aber total stumpf bin, dann spüre ich das nicht. Und wenn ich das spüren kann, was ich beim anderen verursache, wenn ich den Schmerz spüren kann von dem, was ich da gerade fabriziert habe. Wie ich vielleicht sogar andere subtil dazu veranlasse mich schlecht zu behandeln, dann erst ändert sich was. Also es muss wirklich, zu mindestens mir muss es erst weh tun, bevor ich meine Hintern hochkriege und was anderes mache.

Ich schätze mal, dass es dein meisten so geht, dass sie nicht aus lauter Begeisterung und Abenteuerlust an die Grenze ihrer Komfortzone gehen und Dinge ausprobieren. Sondern, dass es den meisten so geht wie mir, dass wirklich der Hintern brennen muss. Und das wirklich die Dinge nicht mehr funktionieren, bis die Bereitschaft ist, wirklich an den Rand zu gehen und was Neues auszuprobieren. Wozu ich ermutigen kann, ist nicht so lange zu warten.

Ich persönlich habe eine sehr hohe Leidensfähigkeit. Also ich kann lange, lange Zustände aushalten von denen ich lange schon weiß, dass sie nicht…ja, nicht passen – nicht zuträglich sind, mir nicht guttun. Und das hat manchmal Vorteile, so leidensfähig zu sein und in solchen Fällen ist es aber einfach nur hinderlich. Und ich quäle mich dann länger rum, als es sein müsste

ermutigen, nicht so lange zu warten. Und wenn es e schon klar ist, dass es so nicht läuft, dass die Dinge eben halt so nicht funktionieren, sie nicht noch hundertmal zu wiederholen. Sondern wirklich den Schritt zu wagen. Es gibt inzwischen so viele Menschen. Es gibt so viel Hilfestellungen. Es kann niemand mehr die Ausrede nehmen, „Ich weiß nicht wie“. Es gibt Angebote ohne Ende den nächsten Schritt zu tun und sich an den Rand seiner Komfortzone zu bewegen.

Und eine große Unterscheidung ist tatsächlich, dass ich nicht aus Happy-Beppy-alles-ist-gut bestehe und mir nur genug positive Sätze irgendwie sagen muss, dass alles irgendwie alles schön und gut ist. Sondern, dass ich auch eine Unterwelt habe.

Ja, ich habe irgendwann festgestellt, dass es so einen „Club 2“ in meinem Kopf gibt. Also verschiedene Stimmen, die verschiedene Meinungen haben. Und jetzt könnte man aber sagen, oh, das ist aber bedenklich, vielleicht sollte die mal zu Arzt. Aber ich habe festgestellt, dass es fast allen Menschen so geht. Also es gibt so eine, ich weiß nicht, ob die gesund ist aber eine „normale Art“ der Schizophrenie, die uns jeden Alltag begleitet. Und da gibt es diese tadelnden Stimmen.

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